Mikrorechnersystem robotron K 1510

Originalgerät

Hard- und Software, Anwendungen

|img:K 1510 Computer| Vor der Bildschirmeinheit flackern die Leuchtdioden der Bedieneinheit«, welche Speicheradresse, Datenwort, Maschinenzustand der Zentraleinheit« angezeigen. Der erfahrene Bediener kann an Verteilung und Rhytmus der Lichter die ordnungsgemäße Funktion von Programmen erkennen.
Schaltern und Tasten dienen zur Dateneingabe im Hauptspeicher und zum Programmestart bzw. -test. Die im Vordergrund stehende Funktionstastatur ähnelt einer QWERTZ-Schreibmaschinen-Tastatur.
Mit dem Schlüsselschalter an der Frontseite, der einem Anlasser ähnelt, wird der Rechner eingeschaltet.

Das erste Mikrorechnersystem« der DDR« mit dem hochintegrierten Mikroprozessor U 808 D« des VEB Funkwerk Erfurt wurde seit 1978 vom VEB Robotron-Elektronik Zella-Mehlis gefertigt. Es hat ganze 16 kByte« (KiB) Speicher, funktioniert bei Umgebungstemperaturen von 15 bis 35 °C und ist laut Herstellerangaben wartungsfrei. Die Leistungsaufnahme beträgt zwischen 180 und 330 VA bei 220 V. Angeschlossen sind je nach Ausstattung Bedieneinheit, Bildschirmeinheit, Tastatur, Lochbandleser und -stanzer, Programmierzusatz für EPROMs, Nadeldrucker und Kassettenmagnetbandgerät. Der Preis des Rechnersystems war ca. 82000 Mark der DDR«.

|img:Spiel-Bildschirm| Anwendungsgebiete waren Steuerung von Maschinen und Prozessen, Labor- und Prüftechnik, Informationserfassung und -verarbeitung, Lagerbestandsführung, Terminals für Klein- und Großrechner, Programmentwicklung, Lehr- und Lernsysteme, Buchungs- und Auskunftssysteme und es gab auch Spiele. ...später mehr

|img:Assembler-Bildschirm| Die Programmierung erfolgte mit einem Monitorprogramm« bzw. Assembler/ Crossassembler«.
Es gab auch einen BASIC«-Interpreter, der aufgrund seiner Größe aber eine Speichererweiterung benötigte.
Ein FORTH«-System entstand 1988. ...später mehr

Die Bezeichnungen der Rechner folgten ihren eigenen Regeln: Nach den Großrechnern, die eine ganze Etage füllten, gab es Kleinrechner, die nur noch ein Zimmer füllten. Der Mikrorechner hat in etwa das Aussehen und den Platzbedarf von drei Kühlschränken und wiegt etwa 150 kg. Die später entwickelten Heimcomputer haben die Größe einer Schreibmaschine und wurden Kleincomputer genannt.

>zum Seitenanfang<

Emulator

Beschreibung und Bedienung

K1510E (Download) emuliert« das erste Mikrorechnersystem« der DDR«. |img:animierter Screenshot|
Die Bildschirmeinheit ist oben Links dargestellt, darunter die Bedieneinheit« und rechts die Funktionstasten der K 1510-Tastatur mit Leuchtdioden.
Die Darstellung anderer Systeme mit U 808 D« (i8008) ist möglich.
Als Peripherie werden Lochbandleser, Lochbandstanzer und Nadeldrucker emuliert.

Soundausgabe und Bedieneinheit können deaktiviert werden ([Alt+e] ). Dabei wird zugleich die Paritätserkennung des Lochbandlesers abgeschaltet.

Zur Einführung in die Bedienung empfielt es sich, ein Spiel zu laden (Turm von Hanoi« oder Mastermind«). Im Folgenden werden die PC-Tasten grün dargestellt.

Das Basisprogramm PAPL II meldet sich mit "PROGRAMM WAEHLEN".

Noch ein paar Tips zu MSTRMIND.LB2:
Es können die Ziffern [0]..[6] verwendet werden. Spielzug mit [B] bestätigen.
Bewertung:
 Z Ziffer richtig
 P Platz und Ziffer richtig
Am Ende kann mit [B] das Spiel erneut gestartet werden.
 zum Download  >zum Seitenanfang<